|
|
|
|
|
|
Philippinen: Deutscher Internet-Betrüger gefasst |
|
|
Fahnder des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (LKA) haben auf den Philippinen einen seit zehn Jahren gesuchten mutmaßlichen Online-Betrüger aufgespürt. Der Mann wurde in einem Internet-Café festgenommen und mittlerweile nach Deutschland ausgeliefert, wie ein Sprecher des LKA am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.
Der 57-Jährige soll hunderte Arbeitssuchende aus dem ganzen Bundesgebiet betrogen haben. Seine Opfer fand der Tatverdächtige über Internet-Jobbörsen. Den Arbeitssuchenden gab er sich per E-Mail als ehemaliger Manager einer Fluggesellschaft aus, der an Tickets zu günstigen Konditionen kommen könne.
Das potenzielle Opfer sollte als Kurier diese Flugtickets den Kunden zustellen. Dafür musste der angeworbene Mitarbeiter ein Konto zur Verfügung stellen. Auf dieses Konto sollte der Kunde den Kaufpreis für das Ticket überweisen, den der Mitarbeiter nach Abzug einer hohen Provision an den Verkäufer weiterleiten würde. Tatsächlich hatte es nie Ticketverkäufe gegeben.
Vielmehr hatte der Verdächtige selbst Geld auf das Konto des Kuriers überwiesen. Dafür fälschte er Überweisungen mit den Bankdaten von Firmen, die er sich illegal beschafft hat. So wurde dem Kurier ein regulärer Zahlungseingang vorgetäuscht, der den Restbetrag dann nichts ahnend an das philippinische Konto des Auftraggebers weiter leitete.
Beim Auffliegen der gefälschten Überweisungen blieben die rechtmäßigen Kontoinhaber, der Kurier und die Bank auf ihrem Schaden sitzen, denn das auf die Philippinen überwiesene Geld war längst verschwunden. Der Gesamtschaden dürfte nach Einschätzung des LKA im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.
Allein bei der Kölner Staatsanwaltschaft laufen 180 Ermittlungsverfahren gegen den Mann. Des Weiteren ermitteln bundesweit 43 Staatsanwaltschaften gegen den Beschuldigten. |
|
|
|
|
|
|
 |
|